Laut verschiedenen Elternratgebern liegt die richtige Zeit zwischen dem 5. und dem 7. Lebensmonat. Im Idealfall sendet Ihr Baby verschiedene Signale dafür. Meist zeigt es großes Interesse am Familientisch, schaut Ihnen gespannt beim Essen zu und versucht danach zu greifen. In vielen Situationen wird es Ihnen schwerfallen, nicht mit Ihrem Baby zu teilen. Viele Mütter machen sich nach einigen Monaten Sorgen, ob Ihr Kleines mit Milch allein überhaupt satt wird. Schlechte Laune oder geringe Gewichtszunahme könnten Gründe dafür sein. Auch in diesem Fall raten Ärzte, die erste Breimahlzeit möglichst bald einzuführen. Brei lässt sich leichter schlucken und sollte anfangs nicht zu dick sein. Beim ersten Mal kann der Würgreflex ausgelöst werden aber keine Sorge, alles erfordert ein wenig Übung.

 

Bei dem Thema Beifüttern scheint es viele verschiedene Vorgehensweisen zu geben, meist regional bzw. kulturell bedingt. Kein Wunder, dass die moderne Mutter der westlichen Kultur leichte Schwierigkeiten damit haben kann, sich für einen Weg zu entscheiden. Besonders dann, wenn Ihr Baby seit Monaten gestillt oder mit der Milchflasche gefüttert wird.

 

Was sollte ein Baby zu Beginn essen und auf was lieber verzichten?

 

Was sollte ein Baby zu Beginn essen und auf was lieber verzichten? Die Einen meinen Obst sei das Richtige, die Anderen schwören auf leicht verdauliches Gemüse, wie Karotten oder Pastinaken, wiederum Andere versuchen es mit einem leichten Getreidebrei. Es gibt verschiedene Wege, unsere Kleinen an die Erwachsenenkost zu gewöhnen. Wichtig ist eine langsame Einführung, Schritt für Schritt, jeden Tag die Menge ein wenig steigern und alles mal ausprobieren, nur nicht alles auf einmal. Der Magen- und Darmtrakt sollte nicht überfordert werden. Achten Sie auf eine gesunde Verdauung. Zunächst ergänzt die Beikost die Milchmahlzeit und ersetzt sie nicht. Eine sanfte Einführung dauert einige Monate, ehe Ihr Kind auf die Milchmahlzeit gänzlich verzichten kann. Die Geschmacksnerven sind sehr sensibel und sollten daher die verschiedenen Lebensmittel unbehandelt kennenlernen. Sie werden möglicherweise feststellen, dass Ihr Baby süßes Obst oder Gemüse bevorzugt. Kein Wunder, da die süße Muttermilch bereits eine vertraute Geschmacksrichtung ist.

 

Wie sieht Beikost in anderen Ländern und Kulturen aus?

Esskulturen entwickeln sich mit den Lebensmitteln, die verfügbar sind. So unterschiedlich die Beikostrezepte sein können, so unterschiedlich kann auch die Dauer der Stillzeit sein. Auf Bali werden Neugeborene von Geburt an mit fester Nahrung gefüttert. Auf Java wird mit drei Tagen zugefüttert, in Teilen Thailands mit zwei Wochen. In Peru wird kurz nach Geburt Tee und Brühe verabreicht. Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass zwar hierzulande meist Gemüse und Kartoffeln auf dem ersten Speiseplan stehen, während die italienische Mutter ihrem Baby einen Milchbrei kocht. In Frankreich sogar Artischocken als Babynahrung ganz hoch im Kurs stehen, dagegen die Reisflocken in den USA und Apfelbrei in Spanien auf den Tisch kommen. Und ein asiatisches Baby bekommt normalerweise Reis mit Fisch. Wir machen uns vielleicht zu sehr verrückt, wo gleichzeitig Babys leider keine riesen große Auswahl haben.

 

Ihr Mutterinstinkt wird Ihnen helfen, den richtigen Weg zu finden. Versuchen Sie Ihr Baby nicht zu zwingen. Bleiben Sie geduldig und kreativ.